Finanzen

Montag, 13. Oktober 2008

Finanzkrise ...amtlich versteckt...

Manipulation durch die Fed – Wie durch Stützungsaktionen das wahre Ausmaß der Krise verschleiert wird

Hintergründe der Krise des Finanzsystems von: 'www.krisenvorsorge.com'


Der tagtägliche Absturz der Indizes rund um die Welt erweckt den Eindruck, dass es kaum noch schlimmer kommen kann. An den Aktienmärkten findet ein von Panik getriebener Ausverkauf statt, und eine Bank nach der anderen kippt. Was aber, wenn dies noch nicht einmal annähernd der Situation entspricht, die auf den Märkten tatsächlich vorherrscht ?


Die tragische Wahrheit ist, dass eine chronische Manipulation der Finanzmärkte durch die Fed das wahre Ausmaß der Finanzkrise verschleiert. Ohne die manipulativen Eingriffe der Notenbanker würde die globale Wirtschaft längst stillstehen. Wie und in welchem Maße geht dies aber vor sich?

Um der Wahrheit auf die Spur zu kommen, müssen wir uns in das Jahr 1988 begeben. Die Welt war ein Jahr zuvor von einer schweren Krise am Aktienmarkt in Atem gehalten worden und Präsident Reagan sinnierte über Möglichkeiten, die Aktienmärkte in solchen Krisenfällen zu stützen. Innerhalb kürzester Zeit wurde damals die Verfügung 12631 aus dem Boden gestapft, die inhaltlich die Gründung des sogenannten Plunge Protection Teams (PPT) (dt.: Absturzverhinderungsteam) enthielt. Offiziell wurde das PPT als Arbeitsgruppe über die Finanzmärkte bezeichnet. Dieser Arbeitsgruppe gehörten neben dem amerikanischen Präsidenten und Finanzminister der Chef der Federal Reserve, der Vorsitzende der Börsenaufsicht und der Chef der Aufsichtsbehörde für den Warenterminhandel an.

Laut Verfügung liegt der erklärte Zweck des PPT in der Stärkung „der Integrität, Effizienz, Regelmäßigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Finanzmärkte unseres Landes sowie (die Erhaltung) des Investorenvertrauens.“ Im Klartext bedeutet dies nichts anderes, als die Simulation eines gesunden Finanzmarktes. Dabei geht es keinesfalls darum, wirtschaftliche Probleme zu beheben, sondern lediglich darum, die Aktienkurse nach oben zu korrigieren. Den Bürgern wird somit lediglich ein verzerrtes Bild der Situation auf den Aktienmärkten präsentiert. Pikantes Detail: Finanziert wird dies von den Bürgern selbst, nämlich über Steuergelder. Obgleich das Finanzministerium der PPT die Mittel zuteilt, ist das Absturzverhinderungsteam niemandem Rechenschaft schuldig, und am allerwenigsten dem Kongress. Die Arbeitsgruppe kann also tun und lassen was sie will.

An die Öffentlichkeit ist diese Information nur geraten, weil George Stephanopoulus, Präsident Clintons Chefberater in politischen und strategischen Fragen, am 17. September 2001 in der Sendung „Good Morning America Tacheles redete: „Die Fed schuf 1989 das von ihr so bezeichnete Plunge Protection Team, dem die Federal Reserve und die größten Banken sowie Vertreter der Börse in New York und der anderen US-Börsen angehören. Sie haben sich bisher inoffiziell getroffen und haben eine Art informelles Abkommen zwischen den großen Banken geschlossen, wonach diese intervenieren und Aktien aufkaufen, wenn es ein Problem zu geben scheint.“ Weiterhin sagte Stephanopoulus: „ Ich weiß nicht, ob Sie sich daran erinnern können, aber 1998 gab es die sogenannte Long-Term-Capital-Krise. LTCM war ein großer Devisenhändler und es gab eine globale Währungskrise. Unter der Führung der Fed kamen damals alle großen Banken zusammen, als sich der Kollaps von LTCM abzeichnete, und stützten die Devisenmärkte. Und sie haben bereits Pläne in der Schublade, dasselbe in Erwägung zu ziehen, falls die Aktienmärkte abstürzen.“

Selbstredend erwähnt die Fed in keinem Satz, wie diese Manipulationen konkret von statten gehen. Michael Bolser, Mitglied der Anti-Kartellgruppe „GATA“, hat das Vorgehen jedoch aufgedeckt und erklärt. Zentrales Mittel, um in die Finanzmärkte einzugreifen sei demnach eine Art Kredit, die sich Repo nennt, was für Rückkaufsvereinbarung steht. Das zweite Glied in der Kette der Manipulation sind die sogenannten Primärhändler. Diese setzen sich aus einer kleinen Gruppe von Maklerfirmen und Investmentbanken zusammen, welche von der Wall Street bevorzugt werden. Die eigentliche Manipulation ist reine Formsache: Die Primärhändler erhalten von der Fed große Mengen finanzieller Mittel in Form von Repos. Von diesem Geld kaufen sie dann DOW-Index-Futures. Dies sind Optionen auf den gesamten Dow-Jones Index. Da der Markt der Dow-Index-Futures aber viel enger, soll heißen weniger Anbieter und Nachfrager enthaltend, als der des offenen Dow-Handelsindex ist, bewirken im Verhältnis kleine Transaktionen bereits große Kursprünge. Hinzu kommt, dass die Optionen einen Effekt in Gang setzten, der sich selbst in Bewegung hält: Aufgrund der Transkationen der Primärhändler werden weitere Käufer angelockt, die davon ausgehen, dass die Primärhändler Insiderinfos haben und daher kaufen. So steigen immer mehr Investoren ein, die Liquidität in den Markt pumpen, obwohl dazu keinerlei Anlass besteht.

Diese Manipulation kann in endlosen Reihen wiederholt werden, da die Fed selbständig Geld zur Stützung der Märkte druckt – und zwar ohne Begrenzung. So wird nicht nur der Aktienmarkt kontinuierlich nach oben korrigiert, sondern auch der Goldpreis tief gehalten. Der Grund dafür ist, dass ein hoher Goldpreis als Inflationsindikator gilt und somit ein Schandfleck für die Notenbanken ist. In ihrem Handeln ist die Notenbank dabei absolut unkontrollierbar, da gegen Ermittlungen oder Strafverfolgung Immunität besteht.

Stellen wir uns nun vor, dass dieser Prozess täglich geschieht, also auch wenn die Märkte wie in den letzten Tagen um bis zu 10 Prozent innerhalb weniger Stunden nachgeben, so stellt sich die Frage, wie die Kursstürze ohne diese Stützungsaktionen wohl ausgesehen hätten. Es ist davon auszugehen, dass das Drama an den Börsen in unvorstellbarem Maße größer ausgefallen wäre. Hinzu kommt, dass die Fed die Situation durch die Eingriffe langfristig drastische verschlimmert. Schließlich werden die Aktienmärkte stetig durch die Stützungen aufgeblasen, was lediglich den Zeitpunkt des Zusammenbruchs nach hinten verschiebt.

Johann Tschann

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